Standort Duisburg

Lager mieten in Duisburg: Hafen, logport und Rheinhausen

Duisburg ist der Lagerstandort mit den meisten Optionen an der Rheinschiene. Die Frage ist selten, ob es eine Fläche gibt, sondern welche Lage zu Ihrer Ware passt.

Von Redaktion corealisVeröffentlicht am 30. Oktober 20269 Min. Lesezeit
Containerterminal mit Gleisen und Stapeln aus der Vogelperspektive, Symbolbild

265 Hektar: So groß ist allein logport I in Rheinhausen, der größte von sechs logport-Standorten des Duisburger Hafens.1 Wer ein Lager in Duisburg mieten will, findet hier und in Wanheim, Hohenbudberg, Walsum und im Hafengebiet um Ruhrort sechs logport-Standorte und ein großes Hafengebiet zur Auswahl. Die Niederrheinische IHK nennt für Hallen- und Lagerflächen eine durchschnittliche Angebotsmiete von 6,25 € je m², mit Ausschlägen je Stadtteil.2 Für Containerware über Rotterdam oder Antwerpen ist Duisburg meist die bessere Wahl als Düsseldorf.

Die wichtigste Frage für Duisburg lautet deshalb nicht „wo“, sondern „brauche ich den Hafen überhaupt?“. Wer sie mit Ja beantwortet, sucht in den logport-Parks. Wer sie mit Nein beantwortet, zahlt in Hafenlagen unter Umständen für Infrastruktur, die er nie nutzt.

Hafenlogistik ja oder nein? Die Größenordnung

Duisburg ist nicht einfach eine weitere Stadt an der Rheinschiene. Der Hafen fertigt nach eigenen Angaben pro Jahr über 20.000 Schiffe und 25.000 Züge ab, schlägt mehr als 100 Millionen Tonnen Güter und rund vier Millionen Container (TEU) um und betreibt 21 Hafenbecken mit 10 Containerterminals.3 An Hafen und Logistik hängen rund 52.000 Arbeitsplätze.3

Das schlägt sich im Flächenmarkt nieder. Im ersten Quartal 2026 entfielen rund 61 % des gesamten Logistikumsatzes im Ruhrgebiet auf Duisburg. Der größte Abschluss war eine Fläche von 20.000 m² für Siemens Mobility in logport Rheinhausen.4 Im Logistikimmobilien-Seismographen von Logivest lag die Region Duisburg/Niederrhein mit rund 310.000 m² Neubaufläche auf Platz 1 in Deutschland.5

Die Auswahl ist größer als in Düsseldorf, auch bei großen Flächen. Gleichzeitig konkurrieren Sie in Hafennähe mit internationalen Logistikern um dieselben Neubauten. Wer keinen Container anfasst, hat diesen Wettbewerb nicht nötig und sucht besser in den gewachsenen Gewerbelagen.

Die logport-Standorte im Überblick

Unter dem Namen logport hat duisport seit 1998 frühere Industrie- und Brachflächen zu Logistikstandorten entwickelt. Nicht alle liegen in Duisburg selbst.

Standort Lage Fläche Seit Besonderheit
logport I Duisburg-Rheinhausen 265 ha 1998 Containerterminals D3T und DIT, KV-Terminal
logport II Duisburg-Wanheim 35 ha 2006 trimodales Terminal direkt am Rhein
logport III Duisburg-Hohenbudberg 15 ha 2013 direkt am Chemiepark Uerdingen
logport IV Kamp-Lintfort 30 ha 2014 Anbindung an A57 und A42
logport V Oberhausen 25 ha 2021
logport VI Duisburg-Walsum 40 ha 2022 trimodales Containerterminal mit Rheinzugang

Quelle der Tabelle: duisport.1 Ein Teil der Flächen ist langfristig an Logistikunternehmen vergeben, die dort eigene Hallen betreiben. Wer als Mieter in logport einziehen will, mietet deshalb oft nicht direkt beim Hafen, sondern bei einem Entwickler oder Bestandshalter auf dem Gelände.

Rheinhausen: logport I und das linke Rheinufer

Rheinhausen ist für viele das Synonym für Logistik in Duisburg. Auf dem früheren Krupp-Hüttengelände ist mit logport I ein eigener Logistikstadtteil entstanden. Der Vorteil: Container, Bahn und Autobahn sind auf einer Fläche gebündelt, die A40 und die A57 sind schnell erreicht. Der Nachteil: Kleine Mieter unter 1.000 m² finden dort typischerweise weniger Angebote, weil das Gelände auf große Nutzer zugeschnitten ist. Für kleinere Lager lohnt sich der Blick in die gewachsenen Gewerbegebiete links des Rheins, die die IHK als „Gewerbe linksrheinisch“ zusammenfasst.

Hafengebiet und rechtsrheinische Lagen

Rechts des Rheins liegt der historische Kern des Hafens um Ruhrort, dazu Gewerbe in Kaßlerfeld, Hochfeld und im Süden um Wanheim und Großenbaum. Hier gibt es eher ältere Hallen, oft mit Gleisanschluss oder Kaikante in der Nähe, aber auch mit enger Bebauung und Nachbarschaft zu Wohnvierteln. Wer Schwerlast, Stahl oder Schüttgut lagert, findet hier eher passende Hallen als in einem modernen Logistikpark.

Angebotsmieten nach Stadtteilen

Für moderne Logistikflächen im Ruhrgebiet nannte BNP Paribas Real Estate im ersten Quartal 2026 eine Durchschnittsmiete von 6,70 € und eine Spitzenmiete von 8,00 €.4 Diese Werte beziehen sich auf vermietete Logistikflächen, meist ab mehreren tausend Quadratmetern.

Kleinräumiger wird es beim Mietpreisspiegel der Niederrheinischen IHK. Er beruht auf Angebotsdaten aus Immobilienportalen, die das Institut InWIS auswertet und zu bereinigten Durchschnittsmieten verdichtet.2 Es handelt sich also um geforderte Mieten, nicht um Abschlüsse.

Duisburger Lage (IHK-Bezeichnung) Hallen- und Lagerflächen, Ø €/m²
Alle Stadtteile 6,25 €
Gewerbe linksrheinisch 6,28 €
Hochemmerich (Rheinhausen) 4,66 €
Hafen West 4,35 €
Kaßlerfeld 5,68 €
Wanheim/Angerhausen 7,37 €
Großenbaum 6,09 €
Alt-Homberg 6,03 €
Neudorf-Nord 4,42 €

Auswahl aus der Tabelle der Niederrheinischen IHK, Stand 2025.2 Einzelne Stadtteile mit wenigen Angeboten zeigen Ausreißer, Buchholz etwa liegt bei 11,81 €. Solche Werte entstehen, wenn wenige hochwertige Flächen den Durchschnitt prägen. Nehmen Sie die Tabelle als Richtung, nicht als Preisliste.

Im Vergleich zur Logistikregion Düsseldorf, für die BNP nach drei Quartalen 2026 einen Durchschnitt von 7,10 € und eine Spitze von 8,85 € nennt,6 ist Duisburg im Durchschnitt günstiger. Der Abstand schrumpft allerdings bei modernen Neubauten, weil dort ähnliche Baukosten und ähnliche Mieter aufeinandertreffen.

Bevor Sie zusagen: Wenn ein Angebot in Hafennähe auffällig günstig ist, fragen Sie nach Hochwasserschutz, Bodenbelastung und dem Zustand des Gleisanschlusses. Ein stillgelegtes Gleis auf dem Hof ist kein Vorteil, sondern eine Stolperfalle für Stapler und manchmal eine Rückbaupflicht.

Sie suchen Lagerfläche an der Rheinschiene? corealis gleicht Ihr Suchprofil mit dem aktuellen Bestand von Duisburg bis Dormagen ab.

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Wann sich Duisburg rechnet und wann nicht

Zwischen den Innenstädten von Düsseldorf und Duisburg liegen rund 30 Kilometer, im Berufsverkehr eine spürbare Strecke. Die folgende Übersicht ist eine Einschätzung, keine Regel.

Ihre Situation Duisburg passt gut Eher Düsseldorf oder Neuss
Ware kommt per Container aus Übersee ja, kurze Wege vom Terminal nur mit eigenem Hafen-Dienstleister
Kunden vor allem im Ruhrgebiet und am Niederrhein ja nein
Tägliche Belieferung der Düsseldorfer Innenstadt mit Abstrichen ja
Bedarf über 10.000 m² ja, breiteres Angebot selten verfügbar
Kleine Einheit mit Büro, Kundenverkehr nur in gewachsenen Gewerbelagen oft besser
Personal kommt aus Düsseldorf und Neuss eher nein ja

Ein Punkt wird oft unterschätzt: die Gewerbesteuer. Duisburg erhebt seit 2025 einen Hebesatz von 495,7 Düsseldorf liegt bei 440.8 Bei Betrieben mit nennenswertem Gewinn kann das die Ersparnis bei der Miete teilweise aufzehren. Lassen Sie das vor der Entscheidung von Ihrer Steuerberatung durchrechnen.

Fallen, die es so nur in Hafenlagen gibt

Hafengrundstücke haben Eigenheiten, die in einem normalen Gewerbegebiet nicht vorkommen. Vier davon sollten Sie vor der Unterschrift kennen.

Wer ist eigentlich Vermieter?

Auf Hafen- und logport-Flächen gehört der Boden oft der Hafengesellschaft, die Halle aber einem Investor, der sie über ein Erbbaurecht oder einen langen Pachtvertrag hält. Fragen Sie, wie lange dieses Recht noch läuft. Endet es vor Ihrem Mietvertrag, haben Sie ein Problem.

Gleis, Kaikante, Kran: Wer zahlt die Wartung?

Infrastruktur auf dem Grundstück klingt nach Vorteil. Sie verursacht aber laufende Kosten, die häufig über die Nebenkosten bei den Mietern landen, auch bei denen, die das Gleis nie nutzen.

Zufahrt und Abfertigung

Auf manchen Hafenarealen gibt es Schranken, Ausweispflichten oder Zeitfenster für Lkw. Das ist für einen Kontraktlogistiker Alltag, für einen Großhändler mit wechselnden Speditionen ein Ärgernis.

Altlasten und Hochwasser

Viele Duisburger Gewerbeflächen stehen auf früheren Industriegeländen. Klären Sie, ob es ein Bodengutachten gibt und wer für Altlasten haftet. Dazu kommt die Frage, wie die Fläche gegen Rheinhochwasser geschützt ist.

Wer nicht nur Duisburg, sondern die ganze Nordhälfte der Rheinschiene prüft, sollte Krefeld mit Rheinhafen und Chempark kennen, siehe Lager mieten in Krefeld. Zwischen Duisburg und Düsseldorf liegt Ratingen mit einem der großen Gewerbegebiete der Region, beschrieben in Lager mieten in Ratingen. Und wer am Ende doch in Düsseldorf landet, findet die Lagen im Artikel Lager mieten in Düsseldorf.

Duisburg als Teil der Rheinschiene

Duisburg ist nicht nur Konkurrenz zu Düsseldorf, sondern das nördliche Ende derselben Logistikachse. Wer hier sucht, sollte Krefeld mit Rheinhafen und Chempark und Ratingen zwischen beiden Städten im Blick behalten. corealis hat seinen Sitz in Düsseldorf, ein eigenes Team für Industrial & Logistics und nennt auf corealis.de Lagerflächen entlang der Rheinschiene als Schwerpunkt. Im Suchprofil lassen sich Düsseldorf, Niederrhein und Ruhrgebiet kombinieren.

Kann ich in Duisburg-Rheinhausen ein Lager mieten?

Ja. In Rheinhausen liegt mit logport I der größte logport-Standort, dazu gewachsene Gewerbeflächen links des Rheins. Große Einheiten sind dort häufiger als kleine. Für unter 1.000 m² lohnt sich der Blick in die älteren Gewerbegebiete in der Umgebung.

Was kostet eine Lagerhalle in Duisburg pro m²?

Die Niederrheinische IHK nennt für Hallen- und Lagerflächen in Duisburg eine durchschnittliche Angebotsmiete von 6,25 € je m² (Stand 2025). Je nach Stadtteil liegen die Werte zwischen gut 4 € und über 7 €. Moderne Logistikflächen im Ruhrgebiet erreichten im ersten Quartal 2026 bis zu 8,00 €.

Gibt es in Duisburg Büro mit Lager zu mieten?

Ja, vor allem in gewachsenen Gewerbegebieten wie in Kaßlerfeld, Großenbaum oder links des Rheins. In den großen logport-Parks überwiegen reine Logistikhallen mit kleinem Büroanteil. Geben Sie im Suchprofil Büro- und Lagerfläche getrennt an.

Wo kann ich in Duisburg einen Lagercontainer mieten?

Einzelne Lagercontainer bieten Containerdienste und Self-Storage-Anbieter an, häufig auf eigenen Freiflächen. corealis vermittelt keine Container, sondern gewerbliche Hallen- und Lagerflächen. Ab etwa 100 m² Bedarf lohnt sich ein Vergleich mit einer kleinen Halle.

Quellen

  1. duisport: logport-Flächen (abgerufen 30.10.2026), https://duisport.de/logport-flaechen/
  2. Niederrheinische IHK: Gewerbemieten und Standortwahl, IHK-Mietpreisspiegel (2025), https://www.ihk.de/niederrhein/service-und-beratung/gewerbemieten-6983770
  3. duisport: Unternehmen (abgerufen 30.10.2026), https://duisport.de/unternehmen/
  4. BNP Paribas Real Estate: Logistikmarkt Ruhrgebiet, Property Report Q1 2026 (April 2026), https://www.realestate.bnpparibas.de/sites/default/files/document/2026-04/bnppre-logistikmarkt-ruhrgebiet-2026q1.pdf
  5. NRW.Global Business: Top-Logistikregionen, Logivest Logistikimmobilien-Seismograph 2025/2026 (20.05.2026), https://nrwglobalbusiness.com/about-us/news/details/top-logistics-regions-2025-nrw-takes-first-and-second-place
  6. BNP Paribas Real Estate: Logistikmarkt Düsseldorf, Review Q3 2026 (Stand 30.09.2026), https://www.realestate.bnpparibas.de/sites/default/files/document/2026-10/bnppre-logistikmarkt-duesseldorf-2026q3.pdf
  7. Stadt Duisburg: Hebesatzsatzung, Lesefassung der 9. Änderung (27.02.2026), https://www.duisburg.de/rathaus/rathausundpolitik/ortsrecht/S21.04-Hebesatzsatzung_9.Aenderung.pdf
  8. IHK Düsseldorf: Gewerbesteuerhebesätze (Stand 30.07.2026), https://www.ihk.de/duesseldorf/recht-und-steuern/steuern/gewerbesteuer-und-grundsteuer/gewerbesteuerhebesaetze-2598948

Die Stadt ist zweitrangig, die Fläche nicht.

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